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bKV oder Gehaltserhöhung: Netto-Rechner für Arbeitgeber

50 € bKV kosten Sie 50 € und kommen voll beim Team an. Was eine Gehaltserhöhung mit gleichem Effekt kostet, hängt von Gehalt, Steuerklasse und Kindern ab – der Rechner zeigt es.

Redaktion bKV-Kosten.de Aktualisiert am 18. Oktober 2026 6 Min. Lesezeit
Inhalt (7 Abschnitte)
  1. bKV oder Gehaltserhöhung: Warum die bKV mehr Netto bringt
  2. Zwei Blickwinkel: gleiche Kosten oder gleiches Netto
  3. So rechnet der Netto-Rechner
  4. Drei Rechenbeispiele
  5. Hochgerechnet aufs Team: was der Netto-Vorteil im Jahr ausmacht
  6. Wann eine Gehaltserhöhung trotzdem sinnvoll ist
  7. Grenzen des Rechners
Das Wichtigste in Kürze
  • Bis 50 € im Monat ist die arbeitgeberfinanzierte bKV steuer- und beitragsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, § 1 SvEV) – eine Gehaltserhöhung dagegen nicht.
  • Bei 3.500 € brutto, Steuerklasse I, kinderlos (2027) bleiben von 50 € Arbeitgeberkosten als Gehalt nur rund 22,67 € netto übrig.
  • Für 50 € netto bräuchte dieselbe Person rund 91 € mehr brutto – Arbeitgeberkosten rund 110,61 €, mehr als das Doppelte der bKV.
  • Über der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung (2027: 6.375 € im Monat, Entwurf) wird die Gehaltserhöhung im Vergleich günstiger, bleibt aber teurer als die bKV.
  • Der Rechner nähert die Lohnsteuer nach dem Programmablaufplan 2026 an; der Tarif 2027 ist noch nicht verabschiedet – keine Steuerberatung im Einzelfall.

Eine bKV bringt je Euro deutlich mehr Netto als eine Gehaltserhöhung: Bis 50 € im Monat ist sie steuer- und beitragsfrei. Bei 3.500 € brutto (Steuerklasse I, kinderlos, 2027) bleiben von 50 € Arbeitgeberkosten als Gehalt nur rund 22,67 € netto; für 50 € netto müssten Sie rund 110,61 € aufwenden (eigene Berechnung). So sieht es für Ihr Team aus:

–
Netto beim Mitarbeiter, wenn Sie dasselbe Budget als Gehalt zahlen
–
Ihre Kosten für eine Gehaltserhöhung mit gleichem Netto
–
Mehrkosten der Gehaltserhöhung fürs Team pro Jahr
–
Netto-Vorteil der bKV je Mitarbeiter und Jahr (bei gleichen Kosten)

–

Rechenstand: –. Lohnsteuer als Näherung an den Programmablaufplan 2026 (Tarif § 32a EStG, Vorsorgepauschale, Soli, Kirchensteuer), Sozialabgaben bis zu den Bemessungsgrenzen; Umlagen, Sachsen, Steuerklasse V/VI und Faktorverfahren nicht abgebildet. Keine Steuerberatung im Einzelfall.

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  • Netto beim Mitarbeiter bei gleichen Kosten
  • Ihre Kosten für das gleiche Netto – je Mitarbeiter und fürs Team
  • bKV-Leitfaden für Arbeitgeber 2027 als PDF

bKV oder Gehaltserhöhung: Warum die bKV mehr Netto bringt

Eine Gehaltserhöhung durchläuft die ganze Lohnabrechnung: Auf jeden zusätzlichen Euro brutto zahlt der Mitarbeiter Lohnsteuer, gegebenenfalls Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer sowie rund 21 % Sozialabgaben. Sie als Arbeitgeber legen noch einmal rund 21 % Arbeitgeberanteil obendrauf – bis zu den Beitragsbemessungsgrenzen. Die bKV dagegen ist ein Sachbezug: Schließen Sie als Arbeitgeber ab und zahlen die Beiträge, ist der Versicherungsschutz Sachbezug (BMF-Schreiben vom 15.03.2022, Rn. 6). Bis 50 € im Kalendermonat bleibt er lohnsteuerfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) und ist kein Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV).

Das Ergebnis: Jeder Euro bKV kommt voll an, von jedem Euro Gehaltsbudget nur etwa die Hälfte oder weniger. Kein Wunder, dass laut einer Civey-Umfrage vom Januar 2026 jeder vierte Beschäftigte die bKV wertvoller findet als eine Gehaltserhöhung (PKV-Verband).

50 € bKV oder Gehaltserhöhung: Ihre Kosten und das Netto beim Mitarbeiter

Euro pro Monat – Beispiel: 3.500 € brutto, Steuerklasse I, kinderlos, ohne Kirchensteuer, Zusatzbeitrag 2,9 %, 2027

0 €50 €100 €150 €bKV-Beitrag 50 €Gehaltserhöhung bei gleichen KostenGehaltserhöhung für gleiches Netto
Ihre Kosten als ArbeitgeberNetto beim Mitarbeiter

Eigene Berechnung (Rechenweg: bKV-oder-Gehaltserhöhung-Rechner): Lohnsteuer nach Tarif § 32a EStG 2026 mit Vorsorgepauschale, Sozialabgaben mit Beitragsbemessungsgrenzen 2027 laut Kabinettsbeschluss vom 07.10.2026 (Bundesrat ausstehend), Pflege kinderlos 4,5 % (Entwurf); Umlagen nicht eingerechnet. bKV bis 50 € als Sachbezug steuer- und beitragsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG, § 1 SvEV). Keine Steuerberatung im Einzelfall.

Zwei Blickwinkel: gleiche Kosten oder gleiches Netto

Gleiche Kosten

Sie haben ein festes Budget je Mitarbeiter, zum Beispiel 50 € im Monat. Als bKV kommen 50 € an. Als Gehalt teilen Sie die 50 € zuerst in Brutto und Arbeitgeberanteil auf (rund 41 € + 9 €), dann gehen beim Mitarbeiter Steuern und Abgaben ab – übrig bleiben im Beispiel rund 22,67 €.

Gleiches Netto

Ihr Mitarbeiter soll 50 € mehr im Monat haben. Mit der bKV kostet Sie das 50 €. Als Gehalt brauchen Sie im Beispiel rund 91 € brutto – mit Arbeitgeberanteil rund 110,61 €, mehr als das Doppelte.

So rechnet der Netto-Rechner

  1. Netto heute: Bruttogehalt minus Arbeitnehmeranteile (Rentenversicherung 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 % bis zur Bemessungsgrenze der Rentenversicherung; Krankenversicherung 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag, Pflegeversicherung 1,8 % plus Kinderlosenzuschlag bzw. minus Kinderabschlag bis zur Bemessungsgrenze der Krankenversicherung) minus Lohnsteuer, Soli und Kirchensteuer.
  2. Lohnsteuer: Jahresbrutto minus Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €), Sonderausgaben-Pauschbetrag (36 €), Entlastungsbetrag bei Steuerklasse II (4.260 €) und Vorsorgepauschale (§ 39b EStG), dann Tarif § 32a EStG 2026; Splitting bei Steuerklasse III. Soli 5,5 % erst ab 20.350 € Lohnsteuer (Splitting 40.700 €).
  3. Gehaltserhöhung: Der Rechner sucht die Erhöhung, bei der Ihre Mehrkosten (Brutto plus Arbeitgeberanteile) genau dem bKV-Beitrag entsprechen – bzw. bei der netto genau der bKV-Beitrag ankommt.
  4. bKV über 50 €: Dann rechnet der Rechner mit Pauschalierung nach § 37b EStG (30 % plus 5,5 % Soli) und Sozialabgaben auf den Beitrag – so, wie es Versicherer als Variante beschreiben (Hallesche, Beratungsblatt 01/2022).

Für 2027 nutzt der Rechner die Beitragsbemessungsgrenzen laut Kabinettsbeschluss vom 07.10.2026 (Krankenversicherung 6.375 €, Rentenversicherung 8.850 € im Monat, Bundesrat ausstehend), den Kinderlosenzuschlag laut Entwurf der Pflegereform (+0,9 Punkte) und – mangels verabschiedetem Tarif 2027 – den Einkommensteuertarif 2026.

Drei Rechenbeispiele

Eigene Beispielrechnungen mit dem Rechner (Zusatzbeitrag 2,9 %), Stand 18.10.2026. Keine Steuerberatung im Einzelfall.
FallbKVNetto bei gleichen KostenKosten für gleiches Netto
3.500 € brutto, StKl I, kinderlos, ohne KiSt, 202750 €22,67 €110,61 €
4.500 € brutto, StKl III, 2 Kinder, KiSt 9 %, 202740 €19,45 €82,20 €
7.000 € brutto, StKl I, kinderlos, KiSt 9 %, 202750 €22,07 €113,21 €

Im dritten Fall liegt das Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung. Auf die Erhöhung fallen deshalb keine Kranken- und Pflegebeiträge mehr an – dafür greift der Spitzensteuersatz von 42 % plus Kirchensteuer. Die bKV bleibt auch hier mehr als doppelt so effizient.

Hochgerechnet aufs Team: was der Netto-Vorteil im Jahr ausmacht

Je größer das Team, desto deutlicher wird der Unterschied. Bleiben wir bei der Beispielperson (3.500 € brutto, Steuerklasse I, kinderlos, 2027): Wollen Sie 20 Mitarbeitenden je 50 € netto mehr zukommen lassen, kostet die bKV 50 € × 20 × 12 = 12.000 € im Jahr. Die Gehaltserhöhung mit gleichem Netto kostet rund 110,61 € × 20 × 12 = 26.546,40 € – also rund 14.546 € mehr. Umgekehrt kämen bei gleichem Budget von 12.000 € als Gehalt nur rund 5.441 € netto beim Team an (22,67 € × 20 × 12). Genau diese Hochrechnung zeigt der Rechner unter „Mehrkosten der Gehaltserhöhung fürs Team“.

Für die Personalplanung heißt das: Ein bKV-Budget ist eine der wenigen Stellschrauben, mit denen Sie die Wirkung eines festen Personalbudgets mehr als verdoppeln können – bis zur Freigrenze von 50 € je Kopf und Monat.

Wann eine Gehaltserhöhung trotzdem sinnvoll ist

Die bKV ersetzt keine faire Vergütung. Gehalt ist frei verfügbar, zählt für Rente, Elterngeld und Arbeitslosengeld und wirkt bei der Bewerbung sofort sichtbar. Die bKV ergänzt das Gehalt mit einem zweckgebundenen Vorteil, der steuerlich besonders effizient ist. Viele Arbeitgeber kombinieren deshalb beides: eine moderate Gehaltsrunde plus ein bKV-Budget, das ohne Abzüge ankommt. Welche Benefits sich den 50-€-Topf mit der bKV teilen, zeigt der 50-Euro-Check; was ein Budget fürs ganze Team kostet, der bKV-Kostenrechner.

  • bKV passt, wenn Sie Mitarbeitende binden, Gesundheit fördern und jeden Euro Budget maximal wirken lassen wollen.
  • Gehalt passt, wenn es um die Grundvergütung, Tarifbindung oder Marktanpassung geht.
  • Beides passt, wenn Sie eine Gehaltsrunde mit einem steuerfreien Extra aufwerten wollen.

Grenzen des Rechners

Der Rechner zeigt eine Näherung für eine Beispielperson – keine Lohnabrechnung. Nicht abgebildet sind Steuerklasse V/VI und das Faktorverfahren, Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, die Umlagen U1/U2, die Insolvenzgeldumlage und die Berufsgenossenschaft (sie würden die Gehaltserhöhung für Sie sogar noch teurer machen), der höhere Arbeitnehmeranteil zur Pflegeversicherung in Sachsen sowie der Übergangsbereich bei kleinen Gehältern. Wie die bKV steuerlich sauber aufgesetzt wird, erklärt der Hub bKV und Steuer – als allgemeine Regel mit Fundstelle, ohne Steuerberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Ist eine bKV besser als eine Gehaltserhöhung?

Für den Netto-Effekt je Euro meist ja: Bis 50 € im Monat kommt die bKV ohne Steuern und Sozialabgaben an, eine Gehaltserhöhung nicht. Bei 3.500 € brutto (Steuerklasse I, kinderlos, 2027) kostet eine Gehaltserhöhung, die 50 € netto bringt, rund 110,61 €. Allerdings ist die bKV zweckgebunden – das Geld fließt in Gesundheitsleistungen, nicht aufs Konto.

Wie viel netto bleibt von einer Gehaltserhöhung von 50 €?

Das hängt von Gehalt, Steuerklasse, Kindern und Kirchensteuer ab. Bei 3.500 € brutto, Steuerklasse I, kinderlos und ohne Kirchensteuer bleiben von 50 € brutto rund 27,39 € netto (eigene Berechnung 2027). Kostet die Erhöhung Sie als Arbeitgeber 50 € einschließlich Arbeitgeberanteil, sind es nur rund 22,67 € netto.

Was kostet den Arbeitgeber eine Gehaltserhöhung?

Zum Bruttobetrag kommen die Arbeitgeberanteile: Rentenversicherung 9,3 %, Arbeitslosenversicherung 1,3 %, Krankenversicherung 7,3 % plus halber Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung 1,8 % – zusammen rund 21 % bis zu den Bemessungsgrenzen, dazu Umlagen und Berufsgenossenschaft (im Rechner nicht enthalten).

Zählt die bKV zum Bruttogehalt?

Nein, wenn sie als Sachbezug bis 50 € im Monat gewährt wird: Dann bleibt sie bei der Lohnsteuer außer Ansatz (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) und ist kein Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV). Sie erscheint als steuerfreier Sachbezug in der Lohnabrechnung.

Kann ich die Gehaltserhöhung in eine bKV umwandeln?

Eine Entgeltumwandlung ist heikel: Die Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung setzt voraus, dass die Leistung zusätzlich zum Lohn gewährt wird (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SvEV). Steuerlich ist der Einzelfall mit dem Steuerberater zu klären. Der Rechner vergleicht deshalb nur die arbeitgeberfinanzierte bKV zusätzlich zum Gehalt.

Quellen

  1. § 8 EStG – Sachbezüge, 50-Euro-Freigrenze – abgerufen 18.10.2026
  2. § 32a EStG – Einkommensteuertarif 2026 – abgerufen 18.10.2026
  3. § 39b EStG – Durchführung des Lohnsteuerabzugs (Vorsorgepauschale) – abgerufen 18.10.2026
  4. § 1 SvEV – kein Arbeitsentgelt – abgerufen 18.10.2026
  5. § 3 SolZG – Freigrenze Solidaritätszuschlag – abgerufen 18.10.2026
  6. § 37b EStG – Pauschalierung bei Sachzuwendungen – abgerufen 18.10.2026
  7. BMF-Schreiben vom 15.03.2022 – Abgrenzung zwischen Geldleistung und Sachbezug (Kopie Hallesche) – IV C 5 - S 2334/19/10007 :007
  8. PKV-Verband: Betriebliche Krankenversicherung (Civey-Umfrage Januar 2026) – abgerufen 18.10.2026
Redaktion bKV-Kosten.de

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Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der betrieblichen Krankenversicherung (Kosten, Steuer, Sozialversicherung, Einführung) und der Krankenversicherung von Inhabern und Geschäftsführern (Stand: 18. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Steuer-, Lohn- und Arbeitsrechtsthemen sind hier nur als allgemeine Regel dargestellt – keine Steuerberatung im Einzelfall; verbindlich entscheiden Finanzamt, Sozialversicherungsträger und Gerichte. Herausgeber: bKV-Kosten.de. bKV-Kosten.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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